CIS-Module punkten mit einem besseren Spektralverhalten

  1. Oktober 2016

CIS Module leisten bei widrigen Witterungsbedingungen deutlich mehr

Im Herbst herschen draußen oft widrige Witterungsbedingungen – eine dicke Nebeldecke, Starkregen oder schlichtweg Bewölkung erschwert Sonnenstrahlen das Durchkommen bis zur Erde. Scheinbar gelangt an manchen Tagen kaum Licht hindurch und erreicht damit auch nicht die PV-Anlagen, die das Licht zur Stromproduktion benötigen.

Aufgrund zweier physikalischer Phänomene sind CIS-Module unter solchen Gegebenheiten jedoch klar im Vorteil gegenüber Silizium-Modulen.

Dies ist zum Einen die Tatsache, dass sich die Helligkeit, also die Menge der ankommenden Photonen bei Diffuslicht, im Vergleich zu einer direkten Einstrahlung nicht verändert, obwohl das menschliche Auge weniger Licht wahrnimmt. Zum Anderen wird die Zusammensetzung des Sonnenlichts im Fall von Diffuslicht kurzwelliger, d.h. es orientiert sich mehr in Richtung Blau und Ultraviolett. Diese Wellenlängen kann die CIS-Technologie besser in nutzbare Energie umwandeln als kristalline Technologien. Der Grund hierfür liegt in der breiteren Spektralantwort der CIS-Module, die dafür sorgt, dass genau diese Wellenlängen zur Stromerzeugung genutzt werden können und dies besser als bei Siliziummodulen.

Nebenbei bemerkt ist dies auch am oberen Ende der Energiewellenskala, im Infrarotbereich, der Fall. Daher können Solar Frontier CIS-Module auch früh am Morgen und in den Abendstunden noch Energie produzieren.

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Spektralantworten eines typischen kristallinen Silizium-Moduls und eines Solar Frontier CIS-Moduls: Letzteres ist optimiert auf das Energieangebot der Sonne

Monitoring mit Solar-Log – Fehler schnell erkennen und Ertragsverluste vermeiden

Werden Funktionsstörungen bei PV-Anlagen nicht sofort erkannt, dann führt das immer zu hohen Ertragsausfällen. Mit einem professionellen Monitoring kann dieses Problem jedoch weitestgehend vermieden werden.

(Geislingen-Binsdorf, 24.10.2016) Die Solare Datensysteme GmbH (SDS) ist mit ihrem Energie-Management-System Solar-Log™ führender Experte im Bereich Monitoring. Ein großes Ziel von SDS ist es, in Zusammenarbeit mit den Installateuren, die auftretenden Fehler bei PV-Anlagen schnell zu erkennen und somit die prognostizierten Stromerträge für den PV-Anlagenbetreiber zu sichern.

Monitoring in der Solarbranche ist heute kaum mehr wegzudenken und wird beim Bau von neuen PV-Anlagen fast immer berücksichtigt. Mit einem Blick in die Vergangenheit lässt sich jedoch feststellen, dass der Stellenwert von Monitoring vor ca. 10 Jahren nicht mehr mit dem von heute verglichen werden kann. Wurden die PV-Anlagen damals mit einem Monitoring-System ausgestattet, dann ließ die Kontrolle der Betriebsdaten in den meisten Fällen zu wünschen übrig. Oftmals wurde sogar auf Monitoring komplett verzichtet und eine Nachrüstung der PV-Anlagen hat bis heute nicht stattgefunden.

Zahlreiche Faktoren können die Funktion einer PV-Anlage negativ beeinflussen und zu einer Minderung oder im schlimmsten Fall sogar zu einem kompletten Ausfall der Erträge führen. Der Ausfall eines oder mehrerer Wechselrichter, ein Kabelbiss, ein Fehler beim Einbau oder die Verschmutzung eines oder mehrerer Module sind nur einige Beispiele dafür. Damit solche Probleme rechtzeitig erkannt und behoben werden können, wird ein professionelles Monitoring-System von Solar-Log™ benötigt, dass bestenfalls von einem PV-Spezialisten/Installateur über einen Wartungsvertrag betreut wird.

Solar-Log™ setzt internationale Maßstäbe, wenn es um die Überwachung von Photovoltaik-Anlagen und die gezielte Steuerung von Verbrauchern geht. Eine perfekte und präzise Überwachung ist die Grundlage für den fehlerfreien Betrieb. Solar-Log™ bietet passend zu jeder Anlagengröße das richtige Modell.

Für PV-Anlagenbetreiber erweisen sich das Monitoring-System Solar-Log™ von SDS und der darauf ausgerichtete Wartungsvertrag mit dem Installateur in der Nähe als die sichersten und komfortabelsten Lösungen. Neben der notwendigen Spitzentechnik zur Überwachung der PV-Anlage stehen vertrauenswürdige Partner bereit. Diese kümmern sich in erster Linie über das Online – Portal Solar-Log™ WEB „Commercial Edition“ um die permanente Überwachung der Anlage. Bei Problemen können sie dann schnellstmöglich durch einen Serviceeinsatz reagieren oder Änderungen aus der Ferne vornehmen. Die prognostizierten Erträge werden dadurch abgesichert und zudem wird das Monitoring-System von vornherein fachgerecht installiert.

Vor allem für Betreiber, deren PV-Anlage schon 10 Jahre oder länger in Betrieb ist, lohnt sich die Solar-Log™ Nachrüstung in Kombination mit einem Wartungsvertrag. Denn sie erhalten noch die damals im Vergleich zu heute höher angesetzte Einspeisevergütung und ein Ausfall wirkt sich daher wesentlich stärker aus.

Anhand einer Untersuchung mit Fokus auf die Fragestellung, „welche Verluste treten bei PV-Anlagen auf, wenn verschiedene Komponenten ausfallen?“, konnte SDS die finanziellen Vorteile der Installation eines professionellen Monitoring-Systems ermitteln.

Über die Solare Datensysteme GmbH

Die Solare Datensysteme GmbH (SDS) mit Sitz im schwäbischen Geislingen-Binsdorf ist eines der führenden Unternehmen in den Bereichen solares Monitoring, Smart Energy und Einspeisemanagement mit weltweitem Service für Betreiber und Installateure. Seit August 2015 ist SDS eine Tochtergesellschaft der BKW AG aus der Schweiz, eines international tätigen Energie- und Infrastrukturunternehmens mit Sitz in Bern, das knapp 5000 Mitarbeiter beschäftigt.

SDS hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Überwachungssystemen für Photovoltaikanlagen spezialisiert. Die Kernkompetenzen umfassen innovative Produkte mit kurzen Entwicklungszyklen und bestem Preis – Leistungsverhältnis.

SDS entwickelt und vertreibt unter anderem seit 2007 die Produktreihe Solar-Log™, die heute bereits weltweit in 100 Ländern verbaut ist und 255.339 Anlagen mit einer installierten Leistung von 11,28 GWp überwacht. Die Lösungen der SDS leisten einen wichtigen Beitrag, um die erneuerbaren Energien erfolgreich in ein intelligentes Stromnetz zu integrieren und die Energiewende zu verwirklichen.

 

CIS PowerSysteme für Flachdächer

Immer mehr Bürger halten die Energiepolitik unserer Regierung für verfehlt und nehmen ihre Stromversorgung mittels Photovoltaikanlage selbst in die Hand.  Wer das Glück hat über eine eigene Dach–, Wand– oder Gartenfläche zu verfügen, kann sich seine Grundversorgung damit sicherstellen. Mit Hilfe eines Stromspeichers lässt sich der tagsüber erzeugte überschüssige Sonnenstrom speichern und abends nutzen. Während wir heute noch von 5 oder 10 kWh Speicherkapazität reden, um damit den Strombedarf der Nacht zu decken, werden dies in ein paar Jahren 25 oder 50 kWh zum gleichen Preis sein, um damit den fürs Elektroauto benötigten Strom bereitzustellen.

Der Wandel hin zur Elektromobilität lässt zugleich auch den Strombedarf kräftig steigen. Was liegt näher, als den mit der eigenen Photovoltaikanlage erzeugten und gespeicherten Strom für das Elektroauto zu nutzen. Wenn wir alle verfügbaren Flächen sinnvoll nutzen, kann die autarke Versorgung gesteigert werden.

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Moderne Häuser und Garagen mit Flachdach lassen sich optimal zur Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage nutzen. Das diese nicht hässlich sein muss, sehen sie hier an diesen Bildern. Bei der Nutzung von Flachdächern gibt es die Möglichkeit der Süd– oder Ost-/West-Ausrichtung.

Während die Süd-Ausrichtung der Module auf eine Spitzenleistung des Systems während der Mittagsstunden abzielt, kann die Steigerung des Eigenverbrauchs mit einer Ost-/West-Ausrichtung der Module erzielt werden.

Für beide Varianten haben wir 14 standardisierte Komplett-Bausätze in verschiedenen Größen entwickelt. Diese basieren auf den CIS PowerModulen mit ihrer bestechenden Optik und einem Montagesystem, an dem es keine Schraube zum Befestigen der Module gibt, welches für ein spannungsfreies Modulfeld sorgt. Die Bausätze finden sie in unserem Online-Shop unter der Kategorie „Haus Flachdach“.

einfach perfekt sind unsere CIS PowerSysteme, alle Geräte werden mittels Datenlogger über unser Portal online überwacht. Den aktuellen Zustand des Systems können sie über Ihr mobiles Endgerät einsehen und steuern.

 

 

 

 

 

 

Sonnenenergie & Elektromobilität

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Die Energiewende ist in aller Munde, die Verbindung von Photovoltaik mit der Elektromobilität wird immer wichtiger, da die Fahrzeuge mit selbst erzeugten Sonnenstrom geladen und auch als Speicher genutzt werden können. Beides führt zur Steigerung des Eigenverbrauchs des mit einer Photovoltaikanlage erzeugten Stroms und erhöht die Wirtschaftlichkeit des gesamten Energiesystems.

Mit der Förderung von Elektroautos hat die Bundesregierung den Startschuss zum Wandel hin zur Elektromobilität gegeben. Auch wenn die Verkaufserfolge bedingt durch die hohen Preise und der geringen Reichweite heute noch bescheiden sind, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis der Wettbewerb unter den Automobilherstellern zunimmt, die Preise sinken und der Absatz ansteigt.

Immer mehr Bürger interessieren sich für Photovoltaik in Kombination mit einem Stromspeicher und die Möglichkeit ein Elektroauto in das eigene Energiesystem zu integrieren. Elektrofahrzeuge brauchen Strom und am besten ist es, diesen mit seiner eigenen Solarstromanlage auf seinem Haus, seiner Garage oder im Garten zu erzeugen.

einfach perfekt sind unsere CIS PowerSysteme, alle Geräte werden mittels Datenlogger über unser Portal online überwacht. Den aktuellen Zustand des Systems können sie über Ihr mobiles Endgerät einsehen und steuern.

 

Förderung für Elektroauto in eine PV-Anlage investieren und so mehr als verdreifachen

Mit dem Startschuss zur Förderung der Elektromobilität wird die verbrauchsnahe Erzeugung von ÖKO-Strom mehr und mehr ein Thema für Haus- und Garagenbesitzer. Wird die Förderung in der Höhe von 4.000,– bzw. 3.000,– Euro die jeder Käufer eines Elektroautos bekommt in eine Solarstromanlage investiert, kann er das 3-4 fache über den damit selbst erzeugten Strom einsparen.

Nehmen wir als 1. Beispiel ein Elektroauto

Wenn sie die 4.000,– Euro Förderung in eine 2,4 kWp Solarstromanlage investieren, erzeugt diese auf einem Süddach in 20 Jahren ca. 48.000 kWh Strom. Bei einem Strompreis von derzeit ca. 30 Cent  sind das 14.400,– Euro an Stromkostenersparnis, wird der damit erzeugte Solarstrom selbst verbraucht. Rechnet man eine Stromkostensteigerung mit ein und nimmt 35 Cent als durchschnittlichen Strompreis über die nächsten 20 Jahre hinweg an, dann sind es  16.800 Euro (/20=840,– € im Jahr bzw. 70,– € im Monat) die man mit der Förderung einsparen kann.

Beispiel 2 – Hybridauto

Wenn sie die 3.000,– Euro Förderung in eine 2,0 kWp Solarstromanlage investieren, erzeugt diese auf einem Süddach in 20 Jahren ca. 40.000 kWh Strom. Bei einem Strompreis von derzeit ca. 30 Cent  sind das 12.000,– Euro an Stromkostenersparnis, wird der damit erzeugte Solarstrom selbst verbraucht. Rechnet man eine Stromkostensteigerung mit ein und nimmt 35 Cent als durchschnittlichen Strompreis über die nächsten 20 Jahre hinweg an, dann sind es  14.000 Euro (/20=700,– € im Jahr bzw. 58,33 € im Monat) die man mit der Förderung einsparen kann.

Fazit

Wer die Möglichkeit und den Mut hat in ein Elektroauto und eine PV-Anlage gleichzeitig zu investieren, kann damit ungefähr die Hälfte der Kosten eines Mittelklasse Elektroautos als Geschenk bekommen.

Der gesamte Energiespeicher auf dem Smartphone

29. September 2016 | von: VARTA Storage GmbH

Mit der neuen VARTA Storage App mobil Speicher- und Energiedaten einsehen und steuern

Ab sofort bietet VARTA Storage eine App, die sämtliche Daten der VARTA Batteriespeicher und der Energieströme im Haus in Echtzeit abrufbar macht. Die kostenlose Anwendung für Android, IOS und Windows Phone steht jetzt in allen App-Stores zum Download bereit. Sie informiert den Kunden jederzeit über die Ersparnis bei den Stromkosten, den Netzbezug und wenn die PV-Anlage an einen Datenlogger angebunden ist, auch über den Autarkiegrad und die Eigenverbrauchsquote. „So sind unsere Kunden auch unterwegs immer informiert und behalten den Überblick über ihr Energiemanagementsystem“, sagt Herbert Schein, CEO VARTA Microbattery/VARTA Storage Unternehmensgruppe.

Übersichtlich und klar

Scheint zuhause die Sonne? Was habe ich heute mit meiner PV-Anlage erzeugt? Wie arbeitet mein Stromspeicher? Wieviel Strom musste ich noch vom Energieversorger beziehen? Die Antworten auf diese Fragen sind jederzeit auf dem Smartphone ablesbar und in übersichtlichen Grafiken aufbereitet. Diese lassen sich tagesgenau, monatlich, jährlich oder über die gesamte Betriebsdauer anzeigen.

Derzeit in Entwicklung ist eine weitere Funktion, die Relaissteuerung. Damit können externe Schaltkreise, etwa eine angeschlossene Wärmepumpe, auch von unterwegs konfiguriert werden. „App und Online-Portal sind entscheidende Elemente bei der intelligenten Haussteuerung“, meint Herbert Schein weiter. „Der Speicher als Energiezentrale im Haus ist dadurch optimal und ganz einfach einsehbar.“

Solar Frontier liefert weltweit vier Gigawatt CIS-Solarmodule aus

12. Oktober 2016 | Topnews, Politik und Gesellschaft

Der japanische Photovoltaik-Hersteller hat in den vergangenen fünf Jahren sein Vertriebsgebiet von elf auf 60 Länder ausgeweitet. Die Modulfabrik in Kunitomi mit 900 Megawatt Kapazität nahm Solar Frontier 2011 in Betrieb.

Solar Frontier hat mittlerweile insgesamt vier Gigawatt CIS-Solarmodule in knapp 60 Ländern ausgeliefert. Möglich sei dies vor allem durch die Modulfabrik in Kunitomi geworden, die seit 2011 in Betrieb ist und eine nominale Produktionskapazität von 900 Megawatt hat, teilte der japanische Photovoltaik-Hersteller am Mittwoch mit. Dort habe Solar Frontier auch in diesem Monat mit der Produktion seines leistungsstärkeren 175-Watt-Solarmoduls begonnen. Das Vertriebsgebiet sei in den vergangenen fünf Jahren von elf auf 60 Länder erweitert worden. Zu den kürzlich einbezogenen Ländern gehören Norwegen, Somaliland und die Mongolei, wie es weiter hieß. Laut Solar Frontier ist dieser Erfolg seiner Kupfer, Indium und Selen-(CIS)-Dünnschichtmodule in dem Wirkungsgrad begründet. Zudem hätten diese Module bei hohen Temperaturen und Verschattung Vorteile gegenüber herkömmlichen Silizium-Solarmodulen.

Weltenergierat: Strombedarf verdoppelt sich bis 2060

10. Oktober 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Noch vor 2030 wird der gesamte Energiebedarf pro Kopf seinen Höhepunkt erreichen, prognostiziert der Weltenergierat. Die Nachfrage nach Strom soll im Jahr 2060 jedoch doppelt so hoch sein wie heute.

Technologische Innovationen, Regierungspolitik und geringere Wachstumserwartungen werden in den kommenden Jahrzehnten signifikanten Einfluss auf den Energiesektor haben. Das meldet der Weltenergierat. Während demnach der Energiebedarf pro Kopf noch vor 2030 seinen Höhepunkt erreichen soll, werde sich die Nachfrage nach Elektrizität im Vergleich zu heute bis zum Jahr 2060 jedoch verdoppeln. Diese Ergebnisse gehen aus den Szenarien hervor, die der Weltenergierat in Zusammenarbeit mit Accenture Strategy und dem Paul Scherrer Institute entwickelt und am Montag auf dem 23. World Energy Congress in Istanbul vorgestellt hat.

Die drei Szenarien „Unfinished Symphony”, „Modern Jazz” und „Hard Rock” stellen dem Weltenergierat zufolge drei klar zu unterscheidende Entwicklungsrichtungen des Energiesektors bis 2060 dar und berücksichtigen dabei unter anderem auch regionenspezifische Besonderheiten. Ein Netzwerk von mehr als 70 Experten aus über 25 Ländern hat unter dem Titel „The Grand Transition” die Weltenergieszenarien zusammengestellt. Diese Szenarien wurden der Pressemeldung zufolge mit Hilfe eines globalen Energiesystem-Modells vom Paul-Scherrer-Institute quantifiziert. „Es ist klar zu sehen, dass wir uns inmitten einer großen Energiewende befinden, die grundlegend neue Rahmenbedingungen für die Energieindustrie schaffen wird“, sagte Ged Davis, Executive Chair Scenarios beim Weltenergierat, bei der Vorstellung des Berichts. Während in der Vergangenheit hauptsächlich vom Öl-Fördermaximum oder Peak Oil gesprochen worden sei, würden sich Energieexperten aufgrund bahnbrechender Umwälzungen jetzt auf die Implikationen von Spitzennachfrage konzentrieren.

Vor diesem Hintergrund hebt der Weltenergierat mehrere Schlüssel-Implikationen für den Energiesektor besonders hervor. Zum einen soll die gesamte globale Nachfrage nach Primärenergie bereits vor dem Jahr 2030 ihren Höhepunkt überschreiten. Die Nachfrage nach Strom soll sich jedoch – im Vergleich zu heute – bis zum Jahr 2060 verdoppeln. Die Solar- und Windenergie, die aktuell rund vier Prozent der Stromerzeugung ausmache, werde am stärksten wachsen und bis 2060 einen Anteil von 20 bis 39 Prozent an der Stromerzeugung haben. Der Verbrauch fossiler Brennstoffe könne auf bis zu 50 Prozent des Primärenergie-Mixes sinken, mit stark unterschiedlichen Folgen für Kohle, Öl und Gas – in allen drei vorgelegten Szenarien wird allerdings das Kohlenstoff-Emissionsbudget in den nächsten 30 bis 40 Jahren überschritten. Öl wird laut Weltenergierat weiterhin eine signifikante Rolle im Transportsektor spielen – der Sektor gilt als größtes Hindernis bei der Dekarbonisierung des Energiesystems – und macht in allen drei Szenarien bis 2060 über 60 Prozent des Energie-Mixes aus, und der Erdgasverbrauch werde weiter konstant steigen.

„Alle Szenarien weisen auf einen Anstieg der Gasnachfrage bis 2060 hin, und zwischen 2035 und 2045 wird eine mögliche Spitzennachfrage nach Öl erwartet“, sagte Nuri Demirdoven, Managing Director bei Accenture Strategy. Falsche Verwendung und fehlgeleitetes Kapital seien schon immer ein Risiko für Energie-Assets gewesen, dies werde aufgrund fundamentaler Verschiebungen in der Industrie weiter steigen. Demirdoven weiter: „In allen drei Szenarien werden jene Unternehmen die Führung übernehmen, die sich am schnellsten anzupassen verstehen und zwei zwingend notwendige Schritte einleiten: ihr Energie-Portfolios hinsichtlich Ausgewogenheit überdenken und darüber hinaus geschäftliche und digitale Technologien nutzen, um Arbeitsweise und Performance über sämtliche Geschäftsbereiche hinweg zu neu zu organisieren.”

Ged Davis ist daher sicher, dass die Energiewirtschaft vor maßgeblichen Veränderungen steht. „Wir begeben uns in eine Welt, in der wir uns nicht nur über verlorenes Vermögen, sogenannte „stranded assets“, sorgen werden, sondern auch über die Auswirkungen von verlorenen Energie-Ressourcen auf ganze Volkswirtschaften.” (Quelle: PV-Magazine)