Private Haushalte messen Photovoltaik und Elektromobilen höchste Bedeutung für künftige Nutzung bei

30. März 2017 | von: EuPD Research

Eine Befragung von 1.000 privaten Haushalten stellt die aktuelle Relevanz von sogenannten „grünen Produkten“ für die Nutzung in privaten Haushalten dar. Der Nutzung von Photovoltaik-Anlagen und Elektromobilen wird hierbei die größte Bedeutung zugesprochen.

Bonn. Die privaten Haushalte sind bedeutender Akteur der Energiewende und werden zunehmend mit Angeboten von „grünen Produkten“ adressiert. Eine aktuelle Befragung des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research geht hierbei der Frage nach, wie die Bedeutung dieser Produkte durch die privaten Haushalte selbst eingeschätzt wird. Mit jeweils 57% der 1.000 befragten Haushalte werden Photovoltaik-Anlagen knapp vor Elektromobilen die größte Bedeutung zur Nutzung in privaten Haushalten zugeschrieben. An dritter Stelle im Ranking werden aus Sicht der Haushalte Stromspeicher angeführt. Weitere „grüne Produkte“ wie smarte Haushaltsgeräte werden der Untersuchung zufolge lediglich von einem Drittel der Befragten als bedeutsam im Hinblick auf die Nutzung in privaten Haushalten eingestuft.

„Wenngleich die Elektromobilität trotz des staatlichen Förderprogramms aktuell noch deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt, so zeigt diese Untersuchung, dass der Bürger Elektromobilität und erneuerbare Energiequellen als Einheit sieht“, so Dr. Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft bei EuPD Research. Der Umstand, dass der erneuerbare Strom am besten vom eigenen Dach kommen sollte, lässt sich in den Untersuchungsergebnissen ablesen. Nach der Art des Wohnens unterschieden, zeigt sich bei Hausbesitzern sogar ein Anteil von knapp zwei Dritteln, die der Photovoltaik eine hohe Bedeutung in der Nutzung zusprechen.

In 2017 führt EuPD Research erstmals eine deutschlandweite Untersuchung zum Thema „Energieversorger in der Energiewende“ durch. Die Vorstellung der Untersuchungsergebnisse und die Auszeichnung der besten Energieversorger Deutschlands finden am 1. Juni 2017 im Rahmen der Intersolar Europe statt. Initiatoren dieses Projektes sind Intersolar Europe, DCTI Deutsches CleanTech Institut und EuPD Research.

 

Solarwatt steigert Umsatz auf 65 Millionen Euro

01. März 2017 | Märkte und Trends, Topnews

Der Dresdner Photovoltaik-Systemanbieter konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um etwa 30 Prozent erhöhen. Auch in diesem Jahr will Solarwatt mit seinen Glas-Glas-Solarmodulen und Photovoltaik-Heimspeichern weiter organisch wachsen.

Solarwatt hat im vergangenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um 30 Prozent auf rund 65 Millionen Euro gesteigert. Zugleich sei die Zahl der Beschäftigten um 20 Prozent auf insgesamt 300 Mitarbeiter gewachsen, teilte der Photovoltaik-Systemanbieter am Mittwoch mit. Das Wachstum sei vor allem der Steigerung des Systemumsatzes zu verdanken, der sich gegenüber 2015 verdoppelt habe. Dieses organische Wachstum wolle Solarwatt auch in diesem Jahr fortsetzen. „Wir freuen uns, dass wir entgegen dem branchenweiten Trend schon seit mehreren Jahren ein stabiles Wachstum verzeichnen können. 2017 wollen wir einen weiteren Schritt nach vorne machen und unseren Umsatz auf rund 100 Millionen Euro erhöhen“, kündigte Solarwatt-Geschäftsführer Detlef Neuhaus an. Die Mitarbeiterzahl solle sich im Jahresverlauf auf etwa 340 erhöhen – dabei stünden vor allem die Bereiche Forschung und Entwicklung und Vertrieb im Fokus.

Dabei will Solarwatt sein Photovoltaik-Speichergeschäft in diesem Jahr weiter ausbauen. Nach der Markteinführung 2015 habe es mit dem „My Reserve“-Speicher einen Marktanteil von rund zehn Prozent in Deutschland erreicht. Im vergangenen Jahr seien etwa 2000 Photovoltaik-Heimspeicher abgesetzt werden; in diesem Jahr sollen es rund 5000 Geräte sein, sagte ein Sprecher auf Nachfrage von pv magazine. „Seit der Einführung unseres My Reserve-Speichers vor zwei Jahren haben wir kontinuierlich an seiner Weiterentwicklung gearbeitet. Auf der Fachmesse ees im Rahmen der Intersolar 2017 werden wir eine wegweisende Produktinnovation ausstellen“, so Neuhaus weiter. Zugleich solle der internationale Vertrieb ausgebaut werden. Nach Deutschland, Frankreich und den Niederlanden wolle Solarwatt den Photovoltaik-Heimspeicher nun auch in Spanien, Italien, Großbritannien und Australien auf den Markt bringen. Weitere Länder würden derzeit geprüft.

Neben den Photovoltaik-Heimspeichern setzt Solarwatt auch große Hoffnungen in seine Glas-Glas-Solarmodule. Die Fertigung in Dresden werde derzeit modernisiert. Mit neuen Maschinen wolle der Photovoltaik-Hersteller seinen Durchsatz deutlich beschleunigen. „Wir sind der einzige Systemanbieter, der sämtliche Produkte selbst entwickelt und in Deutschland produziert – das werden wir auch in Zukunft so beibehalten“, erklärte Neuhaus. (PV-Magazine, Sandra Enkhardt)