EEG-Förderung

Das EEG regelt die Erzeugung und Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien in Deutschland. Jeder, der eine Anlage zur Erzeugung von sauberen Strom aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie betreibt, hat den Anspruch darauf, diesen Strom ins öffentliche Netz einspeisen zu können und vergütet zu bekommen. Daneben kann er den Strom auch direkt selbst nutzen, was sich angesichts steigender Strompreise immer mehr rechnet. Der Bundestag hat im Juli einige wesentliche Änderungen am EEG beschlossen, die zum 1. August 2014 in Kraft getreten sind.

Zum einen setzt sich der Erlös für Strom aus Großanlagen (> 500 kW) seit dem 1. August 2014 aus einer Marktprämie und einem direkt mit dem Abnehmer verhandelten Strommarktpreis zusammen. Für Kleinanlagen gelten die bisherigen Einspeisevergütungen fort.

Zum anderen regelt das neue EEG auch die Behandlung des Eigenstroms, also des Stroms, den man selbst erzeugt und selbst verbraucht. Hier wird neuerdings eine „solidarische“ Abgabe in Höhe von 30 bis 40 Prozent der EEG-Umlage von den Netzbetreibern auf selbstgenutzten Strom in Rechnung gestellt. Solarstromanlagen in der für Ein- und Zweifamilienhäuser üblichen Größe von bis zu 10 kWp sind hiervon freigestellt. Für sie ändert sich gegenüber dem alten EEG nichts.

EEG-VERGÜTUNGEN FÜR SOLARSTROMANLAGEN BIS 100 KWP

Inbetriebnahme ab bis 10 kWp
(Ct/kWh)
bis 40 kWp
(Ct/kWh)
bis 100 kWp
(Ct/kWh)
01.07.2017 12,21 11,87 10,60

EEG-UMLAGEANTEIL FÜR EIGENSTROMVERBRAUCH BEI ANLAGEN >10KW

EEG-Umlageanteil in Ct/kWh

2017 = 40 Prozent = 2,752* (*bei einer EEG-Umlage von heute 6,88 Cent/kWh)

Mit der EEG-Umlage werden den Stromverbrauchern in Deutschland anteilig die Kosten der Förderung Erneuerbarer Energien pro verbrauchter Kilowattstunde Strom in Rechnung gestellt. Bei Strombezug aus dem Netz sind dies aktuell 6,345 Cent/kWh. Für Strom aus eigener Produktion aus Anlagen größer 10 kW, die nach dem 01. August 2014 in Betrieb genommen werden, wird eine reduzierte EEG-Umlage in der Höhe von 35 und ab 2017 von 40 Prozent in Rechnung gestellt. Kleinanlagen unter 10 kW bleiben hiervon befreit.

Das neue EEG bringt zum 1. August 2014 folgende Änderungen:

1. Bestandsschutz

Die rund 1,4 Millionen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland, die bereits vor dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden, fallen unter den Bestandsschutz. Auf ihre Betreiber kommen keine Änderungen zu. Haben die Betreiber vor diesem Stichtag bereits Teile ihres Solarstroms selbst verwendet, bleibt der Eigenverbrauch auch künftig von der EEG-Umlage befreit. Das gilt auch bei Modernisierungen und Ersatzinvestitionen. Allerdings gilt es zu beachten, dass die Anlagenleistung dabei um höchstens 30 Prozent gesteigert werden darf.

2. EEG-Umlage auf Eigenverbrauch von Solarstrom

Wer selbst erzeugten Solarstrom aus einer neuen Photovoltaik-Anlage selbst verbraucht, muss  im Grundsatz darauf künftig EEG-Umlage entrichten.  Ab 2017 gelten die vollen 40 Prozent – auch für Photovoltaik-Anlagen, die zwischen August 2014 und Dezember 2016 installiert worden sind.


3. Bagatellgrenze für privaten Eigenverbrauch

Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von maximal zehn Kilowatt sind von der Abgabe ausgenommen. In der Regel bleibt damit Solarstrom vom Dach eines Einfamilienhauses, der vor Ort verbraucht wird, auch unter dem EEG 2014 von der EEG-Umlage befreit.

Genaue Informationen dazu finden sie auf der Seite der Bundesnetzagentur unter dem Link… hier klicken!