Fassade

Integration von Photovoltaik in eine Fassade

Bild-Fassade Bild-Erpfendorf-Fassade

Der technologische Fortschritt im Modulbereich eröffnet auch immer neue Möglichkeiten Solaranlagen in Gebäude zu integrieren und so weitere Gebäudeflächen und Bauteile zur Solarstromerzeugung zu nutzen. Im Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik gewinnt insbesondere die Photovoltaik-Fassade an Bedeutung, denn sie ermöglicht neue Gestaltungsansätze und auch umfassendere Energiekonzepte.

Welche Vorteile bietet eine Fassade mit Photovoltaik? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es? Mit welchen Stromerträgen und Kosten muss bei einer Photovoltaik-Fassade gerechnet werden?

Gestaltungsmöglichkeiten von Fassaden mit Photovoltaik

WinTowerBislang wurde die Photovoltaik im Gebäudebereich vor allem durch Auf-Dach-Anlagen genutzt. Dabei kamen hauptsächlich kristalline Solarmodule zum Einsatz, da sie über einen höheren Wirkungsgrad als Dünnschichtmodule verfügen. Diese erfüllten zwar ihren Zweck, boten jedoch optisch und architektonisch wenig Spielraum für eine ansprechende Integration in die Architektur des Gebäudes.

Auch hinsichtlich ihrer Farbgebung gab es nur wenig Gestaltungsspielraum. Denn kristalline Module prägt eine bläuliche Färbung bei den polykristallinen Modulen und eine ins dunkle bis schwarz gehende Färbung bei den monokristallinen Modulen. Daher kommt in Fassaden fast immer die Dünnschichttechnik zum Einsatz, da sie über weitere Vorzüge verfügt: Dünnschicht-Module sind optisch attraktiver und bieten aufgrund ihres technischen Aufbaus architektonisch mehr Gestaltungsspielraum und bringen mehr Ertrag.

Zudem kann bei einem Neubau auch die Fassade selbst weitergehend an die Optik der Photovoltaik angepasst werden, indem Glas, Keramik, Putz oder Naturstein verwendet werden. Damit lassen sich die Photovoltaik-Module homogen in Gebäudefassaden integrieren. Funktion und Design lassen sich auf die Weise sehr gut miteinander verbinden. Es muss aber nicht immer die Fassade selbst mit Photovoltaik-Modulen bestückt werden, neuere Entwicklungen ermöglichen es auch, diese in Fenster und Markisen zu integrieren.

Stromproduktion einer Photovoltaik-Fassade 

Vergleicht man die Stromerträge von einem Süd-Dach mit einer Süd-Fassade, so sind diese bei der Süd-Fassade um ca. 30% geringer.

Kosten der Photovoltaik-Fassade

Preislich liegt eine Photovoltaik-Fassaden-Lösung nur minimal höher als eine Dachanlage. Dies liegt meist an dem dazu benötigten aufwendigeren Montagesystem. Bringt man die eingesparten Kosten für die wegfallende Fassadenverkleidung in Abzug, ist die Fassadenanlage sogar günstiger. Hinzu kommen weitere Einsparungen für die im Laufe der Jahre anfallenden Renovierungskosten einer normalen Fassade. Im Vergleich dazu müssen die Module nur ab und zu mal gereinigt werden. Selbst hier fallen im Vergleich zu Dachanlagen geringere Kosten an, da Fassadenanlagen nicht so oft gereinigt werden müssen.

Wirtschaftlichkeit

Bei einer Dachanlage geht man heutzutage von einer durchschnittlichen Amotisationzeit von 10 Jahren aus. Wenn man die Kostenersparnis einer Fassadenanlage und den Ertragsverlust durch die 90° Neigung mit in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einbezieht,  dann kommt man bei einer Fassadenanlage auf eine Amotisationszeit von ca. 11,5 Jahren.

Da Fassaden ein gigantisches Potential zur weltweiten Energieerzeugung darstellen, arbeiten bereits viele Unternehmen an leichteren und kostengünstigeren Modulen.

Fazit: Südfassaden mit Photovoltaik erweitern die Gebäudenutzung

Fassaden bieten neue Einsatzfelder für die Photovoltaik. Sie sorgen für eine ästhetisch ansprechende Architektur, die mit bestehenden Photovoltaik Techniken gekoppelt werden kann. Durch den Einsatz modernster Technik im Energiegebäude-Management und durch moderne Smart Home-Lösungenkönnen die Bedürfnisse der Nutzer optimal befriedigt und zugleich hohe Umweltstandards in der Immobilienbewirtschaftung erfüllt werden.