Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit von Solarstromsystemen

Die Amortisationszeit eines Solarstrom-Erzeugungssystems liegt je nach Qualität und Investitionskosten zwischen 10 und 12 Jahren. Bei Systemen mit Stromspeicher muss man ca. 5 Jahre hinzurechnen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass derartige Systeme bereits heute auch ohne Förderungen einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Vorteil für den Nutzer bringen.

Bild1-Stromgestehungskosten

Die Kosten des Netzausbaus werden den Strompreis weiter steigen lassen, während die Stromgestehungskosten mit einer Photovoltaikanlage je nach Anlagengröße auf 9-15 Cent gefallen sind. Die Entwicklung des Weltmarktes zeigt, dass sich der Siegeszug der Photovoltaik als umweltfreundliche Energiequelle fortsetzen wird und den Nutzern wirtschaftliche Vorteile beschert.

Bild2-Strompreis2016

Mit der Entscheidung für eine Solarstrom-Erzeugungsanlage frieren Sie die Stromgestehungskosten für den selbst verbrauchten Strom über mehr als 20 Jahre hinweg ein und machen sich zugleich unabhängig von weiter steigenden Strompreisen. Der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms lohnt sich deshalb mehr und mehr.

Bild3-mittlere-Stromkosten

Zur ökonomischen Bewertung von PV-Speichersystemen ist es sinnvoll, alle mit der Stromversorgung in Verbindung stehenden Ausgaben und Einnahmen während der Nutzungsdauer zu berücksichtigen. Hierzu zählen neben den Anschaffungskosten für das PV-System und den Batteriespeicher auch die Betriebs- und Wartungskosten. Des Weiteren fallen für die Investition oftmals Finanzierungskosten an, die es zu berücksichtigen gilt. Zusätzlich müssen die Ausgaben für den verbleibenden Strombezug aus dem Netz in die Wirtschaftlichkeitsanalyse einfließen. Dagegen wirken die Erlöse aus der Vergütung der in das Netz eingespeisten PV-Energie kostenmindernd. Werden die jährlichen Kosten und Erträge (Annuitäten) berechnet und deren Summe auf den jährlichen Stromverbrauch bezogen, lassen sich die mittleren Stromkosten eines Haushalts mit PV-Speichersystem berechnen.

Die mittleren Stromkosten entsprechen dem Preis, den der Haushalt für den gesamten Strombedarf während der Nutzungsdauer des PV-Speichersystems durchschnittlich zahlt. Diese Bewertungsgröße ermöglicht einen direkten Vergleich mit den mittleren Strombezugskosten aus dem öffentlichen Netz im gleichen Zeitraum. Trägt die Anschaffung eines PV-Speichersystems zur Reduktion der mittleren Stromkosten eines Haushalts bei, ist die Investition finanziell vorteilhaft. Zusätzlich können Solar-Stromspeicher als Absicherung gegen stark steigende Strompreise dienen.

Bild4-Systempreis

Bild5-Kalk-Zinssatz

Kernaussagen

  • Die Rentabilität der Investition in ein PV-Speichersystem wird maßgeblich von der Systemgröße und den Systemkosten beeinflusst.
  • Bei gleichen spezifischen Batteriesystempreisen rechnen sich kleinere Batterie-speicher eher als Batteriespeicher mit größeren Kapazitäten.
  • Je nach Kostensituation und Systemgröße wird der Batteriespeicher teilweise aus den Einnahmen der Netzeinspeisung des PV-Systems refinanziert.
  • Bei sinkenden Einspeisevergütungssätzen müssen sich PV-Speichersysteme zunehmend über die eingesparten Strombezugskosten refinanzieren.
  • Die Wirtschaftlichkeit der Solarstromspeicher hängt entscheidend von der er-warteten Kapitalverzinsung ab.
  • Unter Berücksichtigung der Kostensituation des Referenzszenarios ist ein wirtschaftlicher Betrieb von Solarstromspeichern bei geringer Renditeerwartung bereits bei spezifischen Speicherkosten von 2000 €/kWh möglich.
  • Um die für eine größere Marktdurchdringung erforderlichen Systemkosten von unter 1000 €/kWh zu erzielen, sollte die Markteinführung von Solarstromspeichern weiter gefördert werden.
  • Mittelfristig werden sich PV-Speichersysteme bei fallenden Speicherpreisen auch ohne Förderungen rechnen, sofern die Speicherung von Solarstrom im Haushaltsbereich nicht durch zusätzliche Abgaben, Umlagen oder Steuern belastet wird.